Die Wasserspeicher im Prenzlauer Berg
Kunst und Kultur im Industriedenkmal
Die Wasserspeicher sind Teil des Wasserturm-Areals, das unter Denkmalschutz steht und eine überregionale Bedeutung hat. Die erste öffentliche Wasserversorgungsanlage Berlins wurde zwischen 1852 und 1856 gebaut und später erweitert. Nach 1914 wurde die Anlage für die schnell wachsende Stadt ineffektiv und stillgelegt. Die beiden Reservoire wurden zweckentfremdet genutzt und fast vergessen, bis 1994 durch Förderband e. V und andere die KrypTonale (Raum-, Licht- und Klanginstallationen, Konzerten und Performances) initiiert wurde. Seitdem standen die Speicher für künstlerische Projekte zur Verfügung, die die besondere Architektur der Räume beachten. Förderband e.V. koordinierte die Nutzung der Wasserspeicher im Auftrag des Bezirksamtes Pankow. Diese besonderen Orte wurden in Absprache mit Bauamt und Denkmalschutzbehörde, freien Künstler*innen und Gruppen zur Verfügung gestellt, um die geschichtsträchtigen Bauten kreativ und künstlerisch in der Öffentlichkeit erlebbar zu machen.
Die kuratorische Betreuung durch Förderband e.V. endete zum 31.12.2025. Bei Anfragen wenden Sie sich bitte an das Kulturamt Pankow.
Kleiner Wasserspeicher
Der Kleine Wasserspeicher, eine runde Halle aus Backstein mit Mauerwerkspfeilern und Rundbögen, bietet mit seinem bühnenartigen, einsehbaren Zentrum eine besondere Atmosphäre für Performances, Theateraufführungen und Konzerte. Der glatte Zementestrich als Fußboden und die symmetrisch angeordneten Treppenläufe sind weitere architektonische Besonderheiten.



Großer Wasserspeicher
Der Große Wasserspeicher hingegen bildet mit fünf konzentrischen Kreisen um einen Turm und Tonnengewölben eine einzigartige Kulisse für Veranstaltungen – mit bis zu 20 Sekunden Hall.
In beiden Speichern herrscht eine Durchschnittstemperatur von 8 bis 10 °C, bis zu 99 Besucher finden jeweils darin Platz.



Die Wasserspeicher stellen einen einzigartigen Raum für Kunst und Erlebnisse im Herzen des Prenzlauer Bergs dar.



Virtuelle Rundgänge durch beide Wasserspeicher



Das Projekt wurde gefördert durch: Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt – Abteilung Kultur